Therapie

Dauerhaft kann ein Bruch nur durch eine Operation beseitigt werden. Üblicherweise wird die Operation in Vollnarkose durchgeführt, bei kleinen Hernien ist aber auch eine lokale Schmerzbetäubung möglich.
Beim Leistenbruch biete ich vier verschiedene Verfahren an. Die individuell richtige Methode wird gemeinsam mit dem Patienten ausgewählt.
1. TEP Methode (Knopllochmethode, mit Implantation eines Kunststoffnetz)
2. Lichtenstein Methode (offen, mit Implantation eines Kunststoffnetz)
3. Shouldice Methode (offen, ohne Implantation eines Kunststoffnetzes)
4. Minimal Repair (offen, ohne Verwendung eines Kunststoffnetzes)
Therapie
Minimal invasive Operation eines Narbenbruches

Ein offenes chirurgisches Verfahren bedeutet einen ca. 6-8 cm langen Schnitt, während bei der minimal-invasiven Technik (Knopllochmethode, wie z.B. TEP) lediglich drei kleine Schnitte von etwa 1 cm Länge benötigt werden. Der Krankenhausaufenthalt dauert in der Regel 3 Tage. Auf Wunsch können die Eingriffe aber auch tagesklinisch durchgeführt werden.
Die total extraperitoneale Hernienreparation (TEP) ermöglicht dem Patienten eine minimal invasive Versorgung des Leistenbruches ohne dabei die Bauchhöhle zu eröffnen. Dadurch unterscheidet sich die TEP von anderen laparoskopischen Hernienoperationen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass bei dieser Methode in der nervenreichen Leistenregion keine Befestigungsnähte für das Netz verwendet werden müssen, weil das Netz in dieser Position nicht verrutschen kann. Dadurch ist dieser Eingriff im Vergleich zu anderen Methoden sehr schmerzarm. Die gewohnten körperlichen Aktivitäten können schon nach einer Woche wieder aufgenommen werden. Daher ist diese Operationsmethode hervorragend für Sportler geeignet.

Nerven im Leistenbereich
Minimal invasive Operation eines Narbenbruches.
Auch Narbenbrüche werden heute zumeist minimal invasiv, also mittels Knopflochmethode operiert. Durch diese relativ neue Operationstechnik können Rezidive (neuerliches Auftreten einer Narbenhernie) weitgehend verhindert werden.
Ergebnisse
Nach der TEP- und Lichtenstein Methode kann man ca. 1 Woche nach der Operation zur gewohnten Aktivität zurückkehren (Arbeit, Hobby, Sport).
Das Wiederauftreten von Brüchen (Rezidiven) ist heute durch Verwenden eines Kunststoffnetzes, sowohl nach Leistenhernienoperation, als auch nach Narbenhernienoperation, sehr selten.